Institut für Wasserwirtschaft und Ökotechnologie (IWO)

 

 

Das Institut für Wasserwirtschaft und Ökotechnologie (IWO), gegründet im Januar 1994, dient der Hochschule als wissenschaftliche Einrichtung des Fachbereichs Wasser, Umwelt, Bau und Sicherheit. Dabei steht die Bearbeitung von praxisorientierten Forschungsthemen in weiten Bereichen der Wasserwirtschaft und des Recycling und Entsorgungsmanagements im Mittelpunkt. Mit der Gründung des Instituts wurde die Möglichkeit geschaffen, Studierende in vielfältiger Form in die Forschungsaktivitäten zu integrieren. Der Schwerpunkt der Arbeit des Instituts liegt in der Verzahnung von angewandter Forschung und Lehre.

Wasser- und Abfallwirtschaft (WAwi) im Dialog 23. April 2025

Auch 2025 setzten wir unsere "WAwi im Dialog"-Reihe fort.

Die nächste Veranstaltung findet am 23.April 2025 statt. Dann geht es wieder rund um Abwasser und Kläranlagen.

Das ausführliche Programm finden Sie hier

Hier geht es zur Anmeldung:

Der Schwerpunkt der Arbeit des Instituts liegt in der Verzahnung von angewandter Forschung und Lehre. Die Fokussierung auf praxisorientierte Forschungsaufgaben steht im Mittelpunkt der Projekte der Wasser- und Kreislaufwirtschaft.

Fachgebiet Hochwasserrisikomanagement

Die intensiven Niederschlagsereignisse Mitte Juli 2021 über weiten Teilen Westeuropas und die damit verbundenen Hochwasserereignisse führten zu mehr als 200 Toten, zahlreichen Ausfällen von kritischen Infrastrukturen (KRITIS), ökonomischen Schäden im zweistelligen Milliardenbereich und noch unbezifferten psychosozialen Folgen bei Betroffenen sowie einschneidende ökologische Konsequenzen. Es wurde auf tragische Weise deutlich, dass sowohl für den vorbeugenden als auch für den operativen Hochwasserschutz mehr getan werden muss.

Dazu möchten wir mit unserer Forschungsarbeit beitragen. Unser vorrangiges Ziel ist es, Verfahren und Werkzeuge zu entwickeln, die ein nachhaltiges Hochwasserrisikomanagement unterstützen. Hydrologie, Statistik, Hydrodynamik, Konsequenzen für Ökonomie, kritische Infrastrukturen, Ökologie und Menschen, Zuverlässigkeit von Bauwerken und das Risiko selbst gilt es dabei, in ganzheitliche Ansätze und Werkzeuge zu integrieren

Weitere Informationen zur Arbeit der Arbeitsgruppe Hochwasserrisikomanagement (AG FRM) finden sie hier.

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Fachgebiet Hydrobiologie und Gewässerökologie

Das Fachgebiet Hydrobiologie und Gewässerökologie beschäftigt sich im Rahmen der Forschung mit folgenden Schwerpunkten:

  • Gewässertypspezifische Bewertung nach EU-Wasserrahmenrichtlinie
  • Qualitative und quantitative Analyse der biologischen Qualitätskomponenten: Fische, Plankton, Makrophyten / Phytobenthos und Makroinvertebraten
  • Mikrobiologische Wasseranalyse (Oberflächenwasser, Trink- und Abwasser)
  • Ergänzende hydrochemische Gewässeranalyse.

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Fachgebiet Hydrologie und Geoinformatik

Das Fachgebiet Hydrologie und Geoinformatik beschäftigt sich mit folgenden Forschungsschwerpunkten:

  • Messtechnische Erfassung der wichtigsten Wasserhaushaltskomponenten (Niederschlag, Abfluss, Grundwasser & Verdunstung)
  • Hydrologische Vorhersagen & Prognosen
  • Wasser- und Stofftransportprozesse in unterschiedlichen Skaleneinheiten der Landschaft quantitativ & qualitativ zu bewerten.

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Fachgebiet Ingenieurökologie

Arbeitsgruppe Ingnieurökologie

Die Arbeitsgruppe Ingenieurökologie beschäftigt sich im Rahmen der Forschung mit folgenden Schwerpunkten:

  • Grüne Infrastruktur und Ökosystemleistungen
  • Integriertes Ressourcenmanagement
  • Ökosystemanalyse und Ökobilanzierung
  • Themenfokus:
    • Stadtklima und Wasserhaushalt, Klimaanpassung
    • Umwelt und Gesundheit
    • Moorwiedervernässung

Wissenschaftliche Leitung:

 

Die Webseite unserer Arbeitsgruppe finden Sie hier.

 


Fachgebiet Internationale Wasserwirtschaft

Das Fachgebiet Internationale Wasserwirtschaft ist im Rahmen der Forschung mit folgenden Schwerpunkten beschäftigt:

  • Water-Energy-Food Nexus, Water-Soil-Waste Nexus
  • Grenzüberschreitende Wasserwirtschaft und Lösung internationaler Ressourcenkonflikte
  • Sozioökonomie und Partizipation
  • Länderfokus:
    • Vietnam (Wasser und mineralische Ressourcen)
    • Bangladesh (Meeresschutz und Fischressourcen), mehr Infos hier
    • Ecuador (Wasser und Biodiversität)
    • Südafrika, Spanien (bergbauliche Wasserwirtschaft)

Details zu den Forschungsaktivitäten im Themenfeld Internationale Wasserwirtschaft finden sich hier:

Wissenschaftliche Leitung:

Mitarbeiter:

Die Webseite unserer Arbeitsgruppe finden Sie hier.

Details zu den Forschungsaktivitäten im Themenfeld Interationale Wasserwirtschaft finden Sie hier

 

 


Fachgebiet Ressourcenwirtschaft

Das Fachgebiet Ressourcenwirtschaft beschäftigt sich u.a. mit folgenden Forschungsschwerpunkten:

  • Platinbestimmung von Membran-Elektroden-Einheiten aus Brennstoffzellen: Die genaue Kenntnis der Platingehalte von Membranen aus Brennstoffzellen ist für einen Aufbereitungsprozess und vor allem zur genauen Berechnung der Wertschöpfung von großer Bedeutung. Auf Grund der chemischen Zusammensetzung, vor allem durch erhöhte Fluorfrachten, wird die genaue Analytik, aber auch die Aufbereitung, erschwert. Im Mittelpunkt des Forschungsprojektes steht die Prüfung von Probenahme, Probeaufbereitung und Analytik hinsichtlich ihrer Eignung bei der Bestimmung von Platingehalten der Membran- Elektroden Einheiten.
  • Mikrowellen-assistierte Aufbereitung lignocellulosehaltiger Reststoffe zur Erhöhung der Fermentierbarkeit: Ein wesentlicher Verfahrensschritt für die Nutzung lignocellulosehaltiger Reststoff, wie beispielhaft Stroh für fermentative Prozesse ist der Substrataufschluss. Ziel ist es dabei die Zellulose-Kristalinität zu senken, den Lignin Gehalt zu reduzieren und den Faserverbund zur Verbesserung der enzymatischen Zugänglichkeit zu lockern. In dem Forschungsprojekt wird die Eignung mikrowellen- assistierter katalytischer Substrataufschlüsse betrachtet.
  • Recycling von carbonfaserverstärkten Kunststoffen: Ein Ansatz zur Effizienzsteigerung vieler Systeme liegt in der Substitution klassischer Konstruktionsmaterialien durch carbonfaser­verstärkte Kunststoffe. Hier sei beispielhaft der Flugzeugbau und der Automotive Bereich genannt in dem diese Werksstoffe bereits heute schon vermehrt zum Einsatz kommen. Aber auch diese Produkte stehen in absehbarer Zeit zur Entsorgung an. Stoffliche Verwertungsverfahren zur Rückgewinnung der teuren Fasern existieren bis auf pyrolytische Ansätze nicht. Diese sind aber unter verschiedenen Gesichtspunkten als nicht optimal zu sehen. Im Mittelpunkt des Forschungsprojektes steht deshalb die Untersuchung geeigneter Alternativen zur stofflichen Rückgewinnung der Fasern.

Hier gelangen Sie zur Webseite der Arbeitsgruppe Rohstoffwerkstatt

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Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft, Schwerpunkt Abwasser

Das Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft Schwerpunkt Abwasser betreibt in den unterschiedlichsten abwassertechnischen Bereichen sowie im Bereich Biogas anwendungsbezogene Forschung. Im Einzelnen wären da folgende Bereiche:

  • Abwasser-/Schlammbehandlung: Simulation und verfahrenstechnische Optimierung von Prozessen; Machbarkeitsstudien; Zustandsanalysen und Konzepte zur Vermeidung von Betriebsproblemen; Steigerung der Energieeffizienz; spezielle Belüftungs-MSR-Konzepte; Test von Zusatzstoffen und Überwachung von Kläranlagen;
  • Biogas: Modellierung und Simulation, verfahrenstechnische Optimierung von Anlagen; Machbarkeitsstudien; Steigerung der Ressourceneffizienz, Konzepte zur Gärrestaufbereitung, -behandlung und -verwertung.

Kontakt:

Hier gelangen Sie zur Webseite der Arbeitsgruppe Siedlungswasserwirtschaft Schwerpunkt Abwasser

Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft, Infrastrukturentwicklung

Schwerpunkt des Fachgebietes Siedlungswasserwirtschaft und Infrastrukturentwicklung in Lehre, Forschung und Dienstleistung ist der Umgang mit Infrastrukturnetzen zur Ver- und Entsorgung im Bestand. Dazu gehören Zustandserfassung und -bewertung, Sanierungsmöglichkeiten, Netzmanagement und Netzanpassung unter sich ändernden Randbedingungen sowie ökonomische Betrachtungen, insbesondere für kommunale Trink- und Abwassernetze.

Die Schwerpunkte in Lehre und Forschung sind:

Nachhaltige Planung: 

  • Anpassung von Infrastrukturnetzen unter veränderten demographischen, klimatischen und strukturellen Randbedingungen
  • Bewertung der Nachhaltigkeit von Infrastrukturbaumaßnahmen 
  • Langfristige Koordination städtebaulicher und stadttechnischer Maßnahmen

Netzmanagement:

  • Modellierung des Alterungsverhaltens von Infrastrukturelementen
  • Prognose des Erneuerungsbedarfs für Infrastrukturnetze
  • Prognose der Restnutzungsdauer von Infrastrukturelementen
  • Auswahl und Definition geeigneter Erneuerungsstrategien

Wirtschaftlichkeit:

  • Tarifsysteme
  • Substanzwertanalyse
  • Wirtschaftlichkeit von Sanierungsalternativen

Forschungsprojekte:

  • SubKanS: „Entwicklung eines Standards zur Bewertung und Klassifizierung der baulichen Substanz von Abwasserkanälen und Schächten“
  • diverse Kleinprojekte in Kooperation mit Städtische Werke Magdeburg SWM und  Trinkwasserversorgung Magdeburg TWM

 

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Fachgebiet Umweltstatistik

Die Schwerpunkte im Fachgebiet Umweltstatistik lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Ausbildung in Mathematik mit  tiefer Ausbildung  in Statistik, die neben den theoretischen Inhalten auch die Anwendung in der Praxis beinhaltet.
  • Ausbildung in Informatik zugeschnitten auf die Bedürfnisse eines Statistikers.
  • Grundlagenausbildung in verschiedenen Anwendungsgebieten wie Ingenieurwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften und Naturwissenschaften
  • stochastische Modellierung & Data Science

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Fachgebiet Wasserbau und Wasserbauliches Versuchswesen

Im Fachgebiet Wasserbau werden Forschungsprojekte durchgeführt, um projektbezogene Fragestellungen aus der wasserbaulichen Praxis beantworten zu können. Die Forschungsschwerpunkte sind u.a.:

  • Experimentelle Untersuchungen im Wasserbaulabor zu hydraulischen und morphologischen Prozessen in Fließgewässern, wie bspw. Wasserkraftanlagen, Wehranlagen- und Tosbeckendimensionierungen, Deichdichtungen, Sohlengleiten, Verlandungs- und Erosionsprozesse, Bauwerkskolke, Sedimenttransport u.a.
  • Hydrodynamische Modellierung (1D, 2D, 3D) bspw. zu Deichbemessungen, Deichbruchsimulationen, Vorlandbewirtschaftung  sowie Feststofftransportmodellierung
  • Felduntersuchungen mit eigenen Messbooten und Ausstattung u.a. für Echolotpeilungen, Vermessungen, Geschiebe- und Suspensionsmessungen, Wasserspiegelmessungen.

 

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Hier gelangen Sie zur Webseite der Arbeitsgruppe Wasserbau und Wasserbauliches Versuchswesen.

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2D-hydrodynamisch-numerische Berechnung des Hochwasserereignis 2013. Wassertiefen- und Fließvektorendarstellung.

Fachgebiet Wasserversorgung

Das Fachgebiet Wasserversorgung beschäftigt sich mit Problemstellungen in den Bereichen Trinkwasseraufbereitung, -transport und Ressourcenschutz. Projekt- und Forschungsschwerpunkte sind u.a.:

  • Verfahrensoptimierung in Wasserwerken; Modellversuche zu Filtrations- und Rückspülprozessen und zum Einsatz alkalischer Filtermaterialien; Laborversuche zum Flockungsmitteleinsatz und -dosierung; Variantenbetrachtung Spülwasserverwertung, z.B. in der Ziegelindustrie, zur Phosphatbindung in Kläranlagen, in Biogasanlagen; Energieeffiziente Pumpenschaltungen
  • Erfassung und Beschreibung von Partikelgehalten im Trinkwasserwerk sowie deren Verhalten im Verteilungsnetz
  • Mischwasserberechnung und Bewertung des Korrosionsverhaltens
  • Oberflächen- und Grundwassermonitoring.

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Institutsdirektor
Prof. Dr.-Ing. habil. Jürgen Wiese

Tel.: (0391) 886 4373
Fax: (0391) 886 4430
E-Mail: juergen.wiese@h2.de oder iwo@h2.de

Besucheradresse: Haus 6, Raum 2.12

Dipl.-Ing. Kirstin Neumann

Tel.: (0391) 886 4267
E-Mail: kirstin.neumann@h2.de

Besucheradresse: Haus 6; Raum 0.10

Kommende Veranstaltungen

Auch 2025 geht es mit unserer Programmreihe weiter

Save the dates

05.Februar 2025  Themenschwerpunkt Abfallwirtschaft/ Biogas

23. April 2025  Themenschwerpunkt Abwasser

21. Mai 2025 Themenschwerpunkt Gewässerökologie

25. Juni 2025 Themenschwerpunkt Hochwasser/ Projektabschluss Dryrivers

29.Oktober 2025 Themenschwerpunkt Ingenieurökologie

26. November 2025 Themenschwerpunkt International und Fachkräftemangel

28.Januar 2026 Themenschwerpunkt Ingenieurökologie

 

 

DWA-Seminar am 26.März 2025: Instandhaltung und Sanierung von Kanälen und Leitungen

Flyer

Projekt zur nachhaltigen Stabilisierung des Grundwasserhaushaltes

Am 3. Juli 2024 wurde an den Wasserverband Gardelegen der Fördermittelbescheid vom Minister übergeben. Die Arbeistgruppe von Prof. Wiese begleitet das 3-jährige Projekt wissenschaftlich.

Ziel ist es, möglichst übertragbare Lösungen für die Verwendung gereinigten Abwassers zur Stabiliserung des Grundwasserhaushaltes in der Region zur Sicherung der Wasserversorgung in der Zukunft zu finden.

Weitere Infos: LINK

interdisziplinäres Projekt: SmartRegion

Das Projekt SmartRegion LSA fördert die nachhaltige und digitale Vernetzung Sachsen-Anhalts, um den strukturellen Wandel wachsender Städte und ländlicher Gebiete zu bewältigen. Es entwickelt Modelle für Energie, Wohnen, Wasser und Mobilität und optimiert durch ein Orchestrierungswerkzeug die Planung. Ziel ist ein digitales Lebensumfeld, mehr Lebensqualität und Akzeptanz smarter Technologien. Neben den oben genannten Forschungsschwerpunkten unserer Projektpartner, liegt der Teilbereich „Trinkwasser und Abwasser“ in unserem Verantwortungsbereich. Hierbei wird verstärkt auf die Herausforderungen des Klima- und Demografiewandels in Sachsen-Anhalt eingegangen. Die Steigerung der Energieeffizienz und die Nutzung von Energiepotentialen auf Kläranlagen oder Wasserwerken wird dabei eine der Hauptaufgabenstellungen. Erarbeitet werden Ansätze und Modelle zum gezielten Einsatz von Mess- und Automationstechnik auf diesen Wasserwirtschaftlichen Anlagen. Eine weitere große Herausforderung ist die Digitalisierung der für die Siedlungswasserwirtschaft relevanten Geobasisdaten. Durch eine gekonnte Zusammenführung von vorhandenen, aber teilweise unterschiedlichen Geobasisdaten, sollen Synergien der einzelnen Infrastrukturen aufgezeigt werden, sodass sektorübergreifende Planungen erleichtert werden.

Verfolgen Sie die Forschungsprojekte und Veranstaltungen des IWO auch auf und Instagram.

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